Papilio machaon L., 1758
Hallo zusammen, heute ein kleiner Bericht aus meinem Garten. Meine Freude ist groß, und ich möchte sie mit Euch teilen. Ein paar Worte zuvor. Im letzten Winter habe ich mich mit dem Thema Schmetterlinge im Garten auseinandergesetzt. Ausschlaggebend war der Fund der Malvendickkopfraupe, da der Falter hier nicht so häufig ist (auch in diesem Jahr fand ich sie wieder an der Buschmalve). Ein kleines Stück im Garten, wo Apfelbäume, ein Pflaumenbaum, ein Birnbaum und ein Pfirsichbaum stehen, wo Sträucher wie die Johannisbeere, Stachelbeere und Brombeere stehen, habe ich die Natur sich selbst überlassen. Alles, was wild wachsen will, wie Brennnessel und Gräser usw., darf nun wachsen. Ein Kräuterbeet mit Ysop, Salbei, Melisse, Minze usw. wurde in dem Bereich versetzt und ich habe zusätzliche Pflanzen, wie wilde Möhre, Fenchel, wilde Malve, Färberkamille, Natterkopf usw. besorgt und dazugepflanzt. Am Sonnabend, den 23.06.2007, fand ich bei meinem Rundgang durch den Garten (17268 Templin) den ich leider nur am Wochenende machen kann, an der wilden Möhre die Raupe des Schwalbenschwanzes ( ca. 45 mm groß ).
Vorsichtig nahm ich sie an mich und gab ihr weiterhin die wilde Möhre zu fressen. Am 24.06.2007 hatte sie sich an dem Stiel der Pflanze festgemacht.
Ich habe gestern lange gewartet, was sie macht. Sie war noch nicht verpuppt, als ich heute früh aus dem Haus ging. Als ich am 25.06.2007 gegen 14.40 Uhr nach Hause kam, fand ich eine wunderschöne Puppe ( ca. 35 mm groß ) vor.
Bei Störungen schiebt die Raupe eine fleischige Nackengabel aus, die einen unangenehmen Geruch verbreitet und mit der sie Feinde abwehrt.
Falls alles gut geht und sie nicht von einem Parasiten befallen ist, hoffe ich, dass der Schmetterling in 2 - 4 Wochen gesund schlüpft.

Nach einer Woche hielt ich mal die Taschenlampe hinter die Puppe, hier entsteht nun neues Leben.
Am 08.07.2007 sah die Puppe noch grün aus.
Abends sah man schon deutlich die Flügelzeichnung durch die Puppenhülle. Meine Aufregeung war gross. Auch wenn ich ihr zu Nahe kam, zeigte sie ein deutliches Abwehrverhalten, indem sie sich stark bewegte.
Heute morgen 10.07.2007, um 06.00 Uhr - ich kam leider etwas zu spät - musste der Falter gerade geschlüpft sein. Noch gar nicht richtig wach und etwas in Zeitnot habe ich in der Hoffnung ein paar Bilder gemacht , dass er Abends noch da ist (er hatte jederzeit die Möglichkeit in die Freiheit zu fliegen). Es war sehr spannend zuzusehen, wie schwer die noch nassen Flügel für ihn waren, die wie nasse Tücher am Körper hingen.

An dem Platz an dem ich ihn verließ saß er noch 8 Stunden später in Ruhestellung.

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Hinweis: Jegliche Verwendung dieser Bilder oder Weitergabe an Dritte bedarf meiner Zustimmung Birgit Gabriel