Überlebenskampf

Im September 2005 fand ich im Wald diesen Käfer,
der über und über mit Milben besetzt war. Was ich in dem Moment dachte und fühlte ist schwer zu sagen:
Auf der einen Seite: Wie grausam die Natur doch ist!
Ich hatte Mitleid mit dem Käfer.
Auf der anderen Seite: So ist die Natur eben, fressen oder gefressen werden, es geht um das Überleben.
Dieser Gedanke beruhigte mein Gewissen und so konnte ich diese Bilder machen.

....... auf seinem Körper war ein einziges Gewusel....

Als ich versuchte, die Milben vom Körper zu streichen, um zu sehen, um was für einen Käfer es sich handelte, faszinierte mich, wie die Milben, die ich abstreifte, in alle Himmelsrichtungen auseinander liefen, um kurz darauf zu Ihrem Opfer zurückzukehren.

Er tat mir unwahrscheinlich Leid, als er beim dem Versuch, den Sandhang zu besteigen, oft auf den Rücken fiel.....
Nach wenigen Minuten erreichte er im Sand eine weiche Stelle, in die er sich schnell verbuddeln konnte. Ich weiß nicht, ob es für ihn eine Überlebenschance bedeutete, aber Tiere tun ja instinktiv das, was für sie richtig ist....
Heute nun weiss ich, dass Laufmilben sich gerne auf dem Totengräber zum nächsten Aas mitnehmen lassen.

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Hinweis: Jegliche Verwendung dieser Bilder oder Weitergabe an Dritte bedarf meiner Zustimmung Birgit Gabriel